Abfall-ABC



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Stoff Name Zement (überlagert)
Art / Kategorie Restmüll 
Detailierte Beschreibung

Zement wird hauptsächlich aus Kalkstein und Ton hergestellt. Korrekturstoffe, wie Sand, Löß oder Eisenoxid, werden hinzugemischt.

Die Rohmischung wird sehr fein zu "Rohmehl" gemahlen. Anschließend kann das Rohmehl zu Zementklinker gebrannt werden. Rücklaufender Staub aus dem Brennprozeß wird in Filtern abgeschieden und erneut in die Silos gegeben.

Der Brennvorgang erfolgt in Drehrohröfen, die mehrere Meter Durchmesser haben und 50 bis 200 Meter lang sind. Die Öfen sind im Inneren mit feuerfesten Steinen ausgekleidet und rotieren langsam um ihre Längsachse. Bedingt durch ein leichtes Gefälle wandert so das an einem Ende eingegebene Rohmehl langsam der Flamme am anderen Ende des Ofens entgegen. Hier wird das Brenngut dann auf 1.400 bis 1.450 °C erhitzt und beginnt es teilweise zu schmelzen. Das Ergebnis ist ein chemisch umgewandeltes Brennprodukt - der Klinker. Dieser verläßt anschließend den Ofen und gelangt in den Kühler.
Je nach gewünschter Zementart wird Klinker allein oder mit anderen Hauptbestandteilen (Traß, Hüttensand, Flugasche, Ölschiefer, Kalkstein) zusammen vermahlen. Zur Erstarrungsregelung wird Gipsstein beziehungsweise Anhydrit zugesetzt.

Zement kann bei der Verarbeitung durch seine Alkalinität Reizungen der Haut auslösen. Dadurch wird auch die Entstehung allergischer Ekzeme (Maurerkrätze) begünstigt. Chromat ist neben anderen Stoffen hauptverantwortlich für die Entstehung einer Kontaktallergie. Da vor allem mangelnde Arbeitshygiene für diese Häufung von Hautkrankheiten verantwortlich ist, haben Hautschutzmassnahmen (Schutz, Reinigung, Pflege) oberste Priorität.


 

 

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Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle  Bergrheinfeld  09721 / 388 544-0  abfallberatung@lr...  http://www.ihr-um...  Detail




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